Aktuell

Tag der Wiederbelebung 2018

Pullach (ur) – Den weltweiten Tag der Wiederbelebung nutzte die Freiwillige Feuerwehr Pullach in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz zu einem Aktionsabend rund um die Lebensrettung. Allen Interessierten wurde die Technik der Wiederbelebung an Puppen demonstriert. Jeder Besucher konnte anschließend selbst die Wiederbelebung ausreichend üben. Die Verantwortlichen der Feuerwehr in Pullach waren sehr positiv überrascht. 32 Interessierte kamen an diesem Abend vorbei und übten sehr intensiv die wichtigsten Maßnahmen, um ein Menschenleben zu retten.

Dass das Herz plötzlich aussetzt, kann jedem Menschen passieren. Ob zu Hause, in der Arbeit, beim Feiern, beim Sport oder einfach mitten auf der Straße. Immer wieder fallen Menschen in eine Bewusstlosigkeit durch ein kritisches Ereignis am Herzen.   50.000 bis 100.000 Menschen erleiden jedes Jahr außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herztod. Bereits nach 3 bis 5 Minuten werden durch den in der Folge auftretenden Sauerstoffmangel die wichtigsten Organe wie Herz, Gehirn, Lunge und Nieren dauerhaft geschädigt. In Deutschland beginnen in nur 15 - 20 Prozent der Fälle Laien vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit Wiederbelebungsmaßnahmen. In den meisten europäischen Ländern liegt diese Rate deutlich höher. Dabei sind gerade die ersten drei bis fünf Minuten entscheidend, wenn ein Mensch wegen eines plötzlichen Herztodes zusammenbricht. Mit jeder Minute, die ein Mensch mit Herzstillstand unbehandelt bleibt, sinkt dessen Überlebenswahrscheinlichkeit um etwa zehn Prozent. Dabei braucht der Rettungsdienst im Durchschnitt ca. 8 Minuten, bis er nach dem Ereignis beim Patienten eintrifft. Für den Patienten oft zu spät. Nur ca. 10% der Betroffenen überleben. Viele Menschen könnten jedes Jahr in Deutschland zusätzlich gerettet werden, wenn Ersthelfer sofort mit einer Wiederbelebung beginnen würden. Es ist also eine Frage des beherzten Eingreifens von Passanten, ob der Patient die kritischen Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überlebt oder nicht. Jeder sollte daher die einfachen Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Menschen kennen. Denn Helfen ist einfach und ein gerettetes Menschenleben ist unbezahlbar.  

 

Für Ulrich Rose, Gruppenführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Pullach und Ausbilder beim Bayerischen Roten Kreuz im Kreisverband Rosenheim war es deshalb ein Anliegen, diesen Tag der weltweiten Wiederbelebung zu nutzen und die doch einfachen Maßnahmen zur Wiederbelebung allen Interessierten zu demonstrieren. Auch die Verantwortlichen der Pullacher Wehr mit dem ersten Kommandanten Josef Hofmann und dem ersten Vorstand Josef Feuersinger waren sofort Feuer und Flamme für die Idee. Es gab keine feste Zeiteinteilung und kein festes Programm an diesem Abend. Interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger konnten zwanglos zu jeder Zeit kommen. Was die Verantwortlichen besonders freute war das breite Altersspektrum der Interessierten. Von sehr jung, gerade mal Jugendliche, bis ins hohe Alter mit 84 Jahren war das Teilnehmerspektrum. Mit Hilfe eines Films und live an einem Wiederbelebungsphantoms demonstrierte Ulrich Rose immer wieder die lebenswichtigen Maßnahmen nach einem Herztod. Anschließend konnte Jeder an einem Phantom üben, die Möglichkeit wurde auch von allen Anwesenden ausgiebig genutzt. Von allen Anwesenden kamen lobende Worte für die Pullacher Wehr, dass sie die Möglichkeit zum Üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung in zwangloser Atmosphäre ermöglicht hat.

Damit wurde das Ziel des Abends mehr als erreicht. Denn für Ulrich Rose ist eines wichtig: „Die meisten Menschen haben Angst, im Notfall etwas falsch zu machen. Diese Angst muss den Menschen genommen werden. Nichts tun ist keine Lösung", stellt er fest. Denn der Patient sei klinisch tot. Durch eine Herz-Lungen-Wiederbelebung kann man es ins Leben zurückholen. Die Herz-Druckmassage bewirkt, dass das Blut wieder zirkuliert und das Gehirn, das Herz und auch die anderen wichtigen Organe wieder Sauerstoff erhalten. Die Maßnahmen selbst sind relativ einfach.

Fällt eine Person leblos zu Boden, ist zunächst auf eine mögliche Gefahrenquelle, wie z.B. eine Stromquelle, zu achten. Ist diese Gefahr beseitigt, wird der Patient laut angesprochen und leicht an den Schultern geschüttelt. Ist der Patient nicht mehr ansprechbar (bewusstlos) sollte laut um Hilfe für eine Unterstützung gerufen werden. 10 Sekunden lang wird anschließend die Atmung kontrolliert. Über die Notrufnummer 112 ist der Rettungsdienst zu verständigen. Die Mitarbeiter der Integrierten Leistelle fragen alle notwendigen Daten beim Anrufer ab. Wichtig ist nun die dauernde Herz-Druck-Massage. Mit einer Frequenz von 100 – 120 Druckmassagen in der Minute wird auf den Brustkorb in der unteren Hälfte des Brustbeins gedrückt. Der Brustkorb sollte mindestens fünf Zentimeter tief gedrückt werden. Geschulte Helfer führen nach 30 Druckmassagen 2 Beatmungen durch. Diese Maßnahmen werden abwechselnd, bis der Rettungsdienst die Maßnahmen übernimmt, ausgeführt.

Für Eltern und Großeltern standen außerdem auch ein „Juniorphantom“ sowie ein „Säuglingsphantom“ zur Verfügung. An diesen konnten die richtigen Positionen für die Herz-Druck-Massage und die richtige Durchführung trainiert werden.

Zusätzlich gezeigt wurde im Pullacher Feuerwehrhaus die Anwendung eines sogenannten AED – Automatisierten externen Defibrillators. Steht so ein Gerät in der Nähe zur Verfügung, wie z.B. im Pullacher Feuerwehrhaus, kann ein weiterer Helfer dieses Gerät holen und einsetzen. Nachdem die Klebeelektroden auf dem Oberkörper des Patienten aufgebracht wurden, analysiert das Gerät die Herzaktivität und ermächtigt den Helfer bei vorhandener Notwendigkeit, einen Schock (Stromstoß) abzugeben. Anschließend wird wieder für 2 Minuten die bereits oben beschriebene Herz-Lungen-Wiederbelebung ausgeführt. Auch diese Maßnahmen werden bis zur Übernahme durch den Rettungsdienst ausgeführt.

Wie „leicht“ diese Maßnahmen sind, zeigte ein junger Besucher an diesem Abend. Basti Seiffert aus Pullach unterstütze mit seinen 13 Jahren immer wieder andere Interessierte sehr engagiert dabei, die Maßnahmen richtig und in der korrekten Reihenfolge durchzuführen. Somit hat die Pullacher Wehr auch im Bereich der Wiederbelebung keine Sorgen, einen äußerst guten Nachwuchs aufzubauen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Pullacher Wehr freute sich der Initiator der Aktion, Ulrich Rose, über einen sehr gelungenen Abend. Viele Interessierte frischten ihr Wissen und vor allem ihr Können über die Herz-Lungen-Wiederbelebung wieder auf und übten sehr bereitwillig an den Phantomen. Sie haben damit die Chance, im Notfall sofort richtig zu reagieren und ein Leben zu retten. Die Freiwillige Feuerwehr Pullach sagt allen Besuchern des Abends für ihr gezeigtes Engagement, um im Notfall richtig zu helfen, herzlichen Dank.

Bügerfest 2018

Bei schönem Wetter erfreuten sich wieder viele Gäste an unserer reichhaltigen Kuchen- und Gebäckauswahl.

 

Vielen Dank an die Pullacher Frauen, die wie jedes Jahr, mit ihren selbstgemachten Backwerken überzeugten.

Dorffest 2018

Dorffest 2018

Schee wars!

150-Jahr-Feier Freiwillige Feuerwehr Bad Aibling

Jahreshauptversammlung

Die neue Vorstandschaft: Michel Fritz , Hans Hirzinger, Josef Feuersinger, Daniel Schillinger, Dominik Tutschka , Josef Hofmann , Ernst Langer, Melanie Tschiche , Hermann Tutschka (v.l.)

Bei der 130. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Pullach stand unter anderem die Neuwahl der beiden Kommandanten und die des 2. Vorstands auf der Tagesordnung.

 

Nachdem Vorstand Josef Feuersinger die Veranstaltung offiziell eröffnet hatte, begrüßte er neben seinen Vereinsmitgliedern die zahlreich anwesenden Ehrengäste.

Mit Herrn Peter Kloo, Herrn Dieter Kannengießer und Frau Dagmar Levin-Fietz, waren  alle drei Kolbermoorer Bürgermeister in Begleitung der Stadträte Dr. Berthold Suldinger, Florian Spannagel und Tobias Müller der Einladung ins Pullacher Feuerwehrhaus gefolgt. Des weiteren erschienen Kreisbrandrat Richard Schrank, Kreisbrandmeister Rudolf Huber, Abordnungen der Feuerwehren Kolbermoor und Bruckhäusl in Tirol sowie die Vorstände der Ortsvereine.

Nach dem Totengedenken erfolgten die Berichte der Vorstandschaft.

Josef Feuersinger erörterte in seiner Ansprache unter anderem den Mitgliederstand zum Jahresende 2017, der sich auf insgesamt 149 Mitglieder beläuft. Nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr wurden die wichtigsten Termine für 2018 verlesen. Neben zahlreichen Einladungen der örtlichen Vereine, steht die im Zuge des traditionellen  Dorffestes stattfindende 130-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Pullach am 23. Juni dieses Jahres auf dem Programm. Er bedankte sich bei den vielen Vereinsmitgliedern, die ihm bei Veranstaltungen immer zur Seite stehen und auch den Pullacher Frauen, welche den Verein in vielfältiger Weise tatkräftig unterstützen.

 

 

Kommandant Josef Hofmann steht eine aktive Mannschaft von 42 Männern und Frauen zur Seite. Es wurden im vergangenen Jahr 28, teils  sehr schwere und belastende  Einsätze bewältigt.

Zusätzlich zu den wöchentlich stattfindenden Übungen wurden zahlreiche Lehrgänge und Fortbildungen besucht. Auch eine gemeinsame Atemschutzübung mit dem THW stand auf dem Programm.

Anschaffungen wurden  nur im allernötigsten Umfang getätigt, man wartet auf den Neubau des Feuerwehrgerätehaus.

Hofmann bedankte sich beim  Bürgermeister und dem Stadtrat der Stadt Kolbermoor für die Unterstützung der Feuerwehr Pullach. Ein großes Dankeschön ging an die Gerätewarte der Feuerwehr Kolbermoor Hubert Schmid und Andreas Paukert  für die gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit, besonders hervorzuheben ist das gute Verhältnis zwischen den Feuerwehren Pullach und Kolbermoor. Sein Dank gilt auch der Inspektion für die angebotenen Informations- und Ausbildungsmöglichkeiten und nicht zuletzt dankte er seiner Mannschaft für Ihre stete Übungs- und Einsatzbereitschaft.

 

 

 

Melanie Tschiche berichtete von zahlreichen Ausbildungen und Übungen die sie im vergangenen Jahr mit Ihrer Jugendfeuerwehrmannschaft absolvierte, einschließlich  des erfolgreich bestandenen Wissenstests. Große Sorgen bereitet ihr der fehlende Nachwuchs. Noch in diesem Jahr wechseln drei der sechs Jugendfeuerwehrmänner  mit Vollendung  des 18. Lebensjahrs in die aktive Mannschaft. Neuzugänge sind noch nicht zu verbuchen. Sie appellierte an die Anwesenden, sich bei Freunden und Nachbarn nach eventuellen Interessenten zu erkundigen. Mitmachen kann jeder ab dem Alter von 12 Jahren.

 

Schriftführer Hans Hirzinger ließ  die wichtigsten Ereignisse im vergangenen Vereinsjahr Revue passieren. Großer Andrang herrschte z. B. beim 1. Pullacher Familienfest, das von allen Ortsvereinen gemeinsam veranstaltet wurde.

 

Kassier Michael Fritz konnte für Vereinsjahr 2018 von einem äußerst  positivem Kassenergebnis berichten. Besonders erfreulich waren die Spenden von Privatpersonen und Geschäftsleuten aus Pullach und Kolbermoor. Die Freiwillige Feuerwehr Pullach bedankt sich nochmals recht herzlich bei allen Spendern.

 

Die Überprüfung der Vereinskasse durch die beiden Revisoren ergab wie immer eine erstklassige Buchführung. Somit konnte die Vorstandschaft einstimmig entlastet werden.

 

 

Es folgten die Neuwahlen. Hier zeigte sich, daß die Mannschaft geschlossen hinter Ihrer Führung steht. Die Beiden Kommandanten Josef Hofmann und sein Stellvertreter Ernst Langer wurden einstimmig wiedergewählt.

Auch der neugewählte 2. Vorstand Daniel Schillinger bzw. Dominik Tutschka als Beisitzer konnten sich über ein einstimmiges Ergebnis freuen. 

Daniel Schillinger folgt dem scheidenden Georg Wagenstaller, der sich nach jahrzehntelanger, engagierte Mitarbeit aus der Vorstandschaft zurückzieht.

 

Für seine 60jährige Vereinszugehörigkeit wurde Lorenz Schatzeder  geehrt. Die Urkunde für 25-Jährige Mitgliedschaft bekamen Wolfgang Zagst, Fritz Ederer und Helmut Ester überreicht.

 

Der langesehnte Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Pullach rückt in greifbare Nähe berichtete der 1. Bürgermeister der Stadt Kolbermoor Peter Kloo in seiner Ansprache. Wenn alles wie erwartet verläuft kann bereits im Herbst mit den Ausschreibungen begonnen werden.

Der Beginn der Bauarbeiten wäre dann Frühjahr 2019.

 

Kreisbrandrat Richard Schrank berichtete von der erfolgreich abgeschlossenen Einführung des Digitalfunks. Die Umsetzung der digitalen Alarmierung dauere jedoch noch bis ca. ins Jahr 2022-2023.

Schrank erläuterte zahlreiche Ausbildungsmaßnahmen, die für 2018 geplant sind. Auch er bedankte sich bei der Stadt Kolbermoor, die in Feuerwehrangelegenheiten immer sehr aufgeschlossen sei und gratulierte den Neu- und Wiedergewählten zu den eindeutigen Ergebnissen.

Diese seien so nicht selbstverständlich.

 

Franz Wudy, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kolbermoor lobte in seiner Ansprache die gute Zusammenarbeit der beiden Wehren. Eine gemeinsame Übung sei bereits  im April geplant.

Grüße aus Tirol überbrachte Kommandant Andreas Acherer, der mit einer Delegation der befreundeten Feuerwehr aus Bruckhäusl angereist war.

Auch er gratulierte den Gewählten und wünschte den beiden Nachgerückten eine gute Zusammenarbeit mit der bestehenden Vorstandschaft.

Um ca. 22 Uhr beendete Vorstand Sepp Feuersinger die 130. Jahreshauptversammlung mit den Worten „Gott zur Ehr´, den Nächsten zur Wehr“